Sa, 05. Sep 2026 - 19:00

Abschlusskonzert Internationaler Cello-Meisterkurs Prof. David Geringas
EURASIA CHAMBER ORCHESTRA
Michael Cohen-Weissert, Leitung

Carla Ulmschneider, 14, Stuttgart
William Kim, 15, USA
Philipp Chernomor, 16 (Violine!), Dortmund
Seong-Hyeon Choi, 16, Südkorea
Franziska Lermer, 17, Österreich
Stefan Iordachi, 17, Rumänien
Alli Mankkinen, Finnland
Ling Zhu, Österreich

Programm:
Haydn Konzert Nr. 2 D-Dur
Schubert “Arpeggione”
Bruch Konzert für Violine & Orchester g-Moll
Schostakovitsch Konzert Nr. 1 Es-Dur
Schumann Adagio & Allegro
Schumann – Konzert a-Moll
Elgar Konzert in E minor

Geringas Chamber Orchestra wurde zum 70 Jubiläum vom legendären Cellisten und Dirigenten David Geringas im Jahr 2016 in Berlin gegründet. Zugrunde lag die Idee, jungen und begabten Musikern die Möglichkeit zu bieten, unter der Leitung von David Geringas mit dem Orchester aufzutreten. Die Idee wurde nicht zuletzt von Musikern der Berliner Orchester, angesehenen Kammermusikern sowie internationalen Preisträger mit großem Enthusiasmus unterstützt. Die erste CD & DVD-Aufnahme erfolgte im Jahre 2020. Großes Debut erhielt das Kammerorchester in der Elbphilharmonie am 07. Juni 2021. In der Saison 2021-2022 haben mehr als 20 Konzerte Europaweit stattgefunden. So konzertierte das Ensemble im Palast der Musik und des Kongresses in Strasbourg und im Alsace-Moselle Memorial in Schirmeck. Zukünftige Konzertreisen führen das Orchester nach Japan, China und Südkorea. Konzertreihen finden in Berlin, München undLeipzig statt. Der litauischer Komponist Donatas Prusevičius widmete dem Ensemble „Hommage à Beethoven“, welches im Jahr 2021 im Usedomer Musikfestival uraufgeführt wurde. Der Gründer und Leiter des Orchesters, David Geringas, ist regelmäßig auf Podien im In- und Ausland vertreten und hier häufig auch in zweifacher Funktion als Cellist und Dirigent zu erleben. Neben den Hochburgen der west- und osteuropäischen Musikzentren (Amsterdam Concertgebouw, Auditorium Parco della Musica Roma, Wiener Musikverein, Tonhalle Zürich, Berliner Philharmonie u.a.), führten ihn Einladungen ebenso nach Asien und den USA. Von 2005 bis 2008 war er “Chief Guest Conductor” des Kyushu Symphony Orchestra Japan. 2007 debütierte Dirigent David Geringas mit dem Tokio Philharmonic Orchestra und dem China Philharmonic Orchestra. Im Februar 2009 gab er sein Debüt als Dirigent mit den Moskauer Philharmonikern in Moskau und in 2015 mit dem Orchester des Mariinsky Theaters in St. Petersburg. Sein Operndebut erfolgte 2010 mit Tschaikowskys „Eugen Onegin“ in Klaipeda/Litauen. In 2015 gab David Geringas in Vilnius sein erfolgreiches Debut als musikalischer Leiter und Dirigent des Balletts “Egle, die Natterkönigin” von Eduardas Balsys. Seit 1997 ist David Geringas ständiger Gastdirigent des Litauischen Kammerorchesters mit dem er Tourneen in Italien, Frankreich, Spanien, Finnland, Costa Rica und China erfolgreich absolvierte.

David Geringas (Vilnius, Litauen 1946), Cellist, Dirigent und Gründer eines Orchesters für junge Künstler, des Geringas Chamber Orchestra, ist einer der einflussreichsten Musiker unserer Zeit. Er gilt als eine echte Brücke zwischen der osteuropäischen und der westlichen Cellotradition. Der Schüler von Mstislaw Rostropowitsch am Moskauer Konservatorium und Gewinner der Goldmedaille beim Tschaikowsky-Wettbewerb 1970 hat im Laufe seiner Karriere renommierte Preise gewonnen, darunter zwei Echo Klassik und den Grand Prix du Disque für seine Einspielung von Boccherinis zwölf Konzerten für Cello und Orchester unter der Leitung von Bruno Giuranna. Berühmte zeitgenössische Komponisten haben ihm mehrere Werke gewidmet und seine Diskographie umfasst mehr als 120 Tonträger. Jahrelang widmete er sich dem Unterrichten und zu seiner legendären Celloklasse zählten Schüler wie Gustav Rivinius, Jens Peter Maintz, Wolfgang Emanuel Schmidt, Monica Leskovar, Tatiana Vassiljeva, Jing Zhao, Johannes Moser, Maximilian Hornung und Sol Gabetta. Seit 2005 unterrichtet er an der Accademia Chigiana in Siena. Im Jahr 2023 wurde er mit dem Lifetime Achievement Award der International Classical Music Awards ausgezeichnet und als "leidenschaftlicher Musiker, brillanter Geist, ein Beispiel dafür, was die Musikwelt in den schwierigen Zeiten, in denen wir leben, braucht" beschrieben. In 2023 veröffentlichte David Geringas zusammen mit Jan Brachmann seine Autobiografie: „Sag das niemandem" - Lebenserinnerungen eines Cellisten.

Michael Cohen-Weissert ist Komponist, Pianist und Dirigent. Seine Arbeit bewegt sich zwischen Aufführung und Komposition und spiegelt verschiedene Genres wider, darunter Jazz, Folk und zeitgenössische klassische Musik. Er ist außerdem als Jazzpianist aktiv und strebt ständig danach, sich zu einem universelleren Musiker weiterzuentwickeln. Geboren in Jerusalem im Jahr 1993, zog er 2008 nach Berlin, wo er sich seither etabliert hat und heute dort ansässig ist. Seine vielseitige Karriere umfasst Auftritte als Solist und Dirigent mit Orchestern wie dem Israel Philharmonic Orchestra, dem Jerusalem Symphony Orchestra, dem Haydn Orchestra of Bolzano und der Norddeutsche Philharmonie Rostock; zudem tritt er als gefragter Kammermusiker neben Künstlern wie Jens-Peter Maintz, Máté Szücs, Mark Bouchkov und Nur Ben-Shalom u. a. auf. Als Komponist und Arrangeur arbeitet er eng mit zahlreichen Musikern und Projekten zusammen, darunter das Projekt Lebensmelodien, für das er über vierzig Stücke komponiert und arrangiert hat, die von Melodien inspiriert sind, die zwischen 1933 und 1945 entstanden. Seine Musik wird regelmäßig von Musikern und Ensembles wie Philharmonix, Tomoki Park, Markus Merkel und dem Nimrod Ensemble aufgeführt. Im Jahr 2018 wurde seine erste Oper AMALIA! in Bozen uraufgeführt. Der festen Überzeugung, dass ein moderner Künstler nicht nur auftreten, sondern auch künstlerische Kontexte mitgestalten muss, gründete er das Charles Rosen Ensemble, das der Aufführung und Förderung zeitgenössischer Musik gewidmet ist, und ist Co-Intendant des Festivals Éole en Musiques in Frankreich. Kürzlich gründete er das Junction Ensemble, eine multigenre Gruppe, die Musiker aus unterschiedlichen Hintergründen zusammenführt, mit dem Ziel, Verbindungen zwischen Stilrichtungen und Traditionen zu erforschen. Seine Klavierlehrer waren Elena Lapitskaja, Jacques Rouvier und Stefan Arnold. Zudem nahm er Kompositionsunterricht bei Elena Mendoza und Marc Sabat. Neben seinem Studium besuchte er Meisterklassen und arbeitete mit Musikern wie Claude Frank, Bruno Rigutto, Aldo Ciccolini, Paul Badura-Skoda und Peter Serkin.

 

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